2020, 21. Oktober - Vortrag von Christian Rohr

Naturkatastrophen, «saurer Regen», Gletscherschwund. Globale Umweltprobleme und Klimawandel aus umwelt- und klimageschichtlicher Sicht

 

Einladung zum Vortrag zum Thema

Naturkatastrophen, «saurer Regen», Gletscherschwund. Globale Umweltprobleme und Klimawandel aus umwelt- und klimageschichtlicher Sicht

mit Prof. Dr. Christian Rohr, Umwelt- und Klimahistoriker, Universität Bern


Datum: Mittwoch, 21. Oktober 2020
Uhrzeit: 18.00 Uhr
Ort: Liechtensteinisches Landesmuseum, Vaduz
Anmeldung: +423 392 17 47/info@historischerverein.li oder +423 239 68 20/info@landesmuseum.li

 

Der Historische Verein für das Fürstentum Liechtenstein und das Liechtensteinische Landesmuseum laden zum Vortrag vom Mittwoch, 21. Oktober 2020, 18.00 Uhr, im Landesmuseum ein. Der Umwelt- und Klimahistoriker Christian Rohr referiert zum Thema Naturkatastrophen, «saurer Regen» Gletscherschwund. Globale Umweltprobleme und Klimawandel aus umwelt- und klimageschichtlicher Sicht.

Der rasante, weitgehend vom Menschen verursachte Klimawandel und seine Auswirkungen für die Gegenwart und die Zukunft sind in aller Munde. Sind wir überhaupt noch zu retten? Und welche der vielen Prognosen sind wirklich verlässlich? Unsicherheit öffnet auch Tür und Tor für zum Teil haltlose Theorien, die sich über das Internet oft rasch verbreiten.

Während die Naturwissenschaften mit ihren Klimamodellen eher den Blick in die Zukunft werfen, versucht die Klimageschichtsforschung durch einen bewussten Blick zurück in die Vergangenheit konstruktive Beiträge zur Diskussion um den Klimawandel sowie um mögliche Vermeidungs- und Anpassungsstrategien zu leisten. Was können wir für das Verständnis dieser globalen Herausforderungen aus einer Langzeitperspektive lernen? Warum braucht es nicht nur naturwissenschaftliche Modelle, sondern auch ein Verständnis der Geschichte für diese Entwicklungen? Und wie kann Klimawandel für uns sichtbarer und damit begreifbarer werden als nur über abstrakte Klimakurven? Im Vortrag werden zum einen Beispiele wie extreme Naturereignisse, der «saure Regen» und das Ozonloch thematisiert, um aufzuzeigen, warum ein aktives Handeln des Menschen essentiell ist und auch messbar positive Effekte haben kann. Zum anderen geht es aber auch um Einblicke, mit welchen Methoden und aus welcher Motivation heraus Klimaskeptiker und -leugner in den letzten 50 Jahren versuchten, allgemein anerkannte wissenschaftliche Erkenntnisse in Zweifel zu ziehen.

Der Referent, Prof. Dr. Christian Rohr, ist Ordentlicher Professor für Umwelt- und Klimageschichte am Historischen Institut der Universität Bern sowie Mitglied des Oeschger Centre for Climate Change Research in Bern. Er forscht unter anderem zu historischen Naturkatastrophen seit dem Mittelalter, zur Klimageschichte der Vormoderne sowie zu Fragen der Ressourcensicherheit in der Geschichte. Der Vortrag ist Teil einer vom Historischen Verein für das Fürstentum Liechtenstein und dem Liechtensteinischen Landesmuseum gemeinsam durchgeführten Vortragsreihe.

 

Wir möchten darauf hinweisen, dass an unseren Veranstaltungen Fotos gemacht werden, die über die Kommunikationskanäle des Vereins, in Publikationen oder in den Medien veröffentlicht werden können.