2013, 10. Oktober - Buchpräsentation “Das Fürstenhaus, der Staat Liechtenstein und die Tschechoslowakei im 20. Jahrhundert“

Herausgeber: Liechtensteinisch-Tschechische Historikerkommission. Das Buch erscheint im Verlag des Historischen Vereins für das Fürstentum Liechtenstein.

Wir freuen uns, Sie zur öffentlichen Präsentation der dritten Publikation der Liechtensteinisch-Tschechischen Historikerkommission einladen zu dürfen. 

Die Präsentation findet statt am Donnerstag, 10. Oktober 2013, 18.00 Uhr im Liechtensteinischen Landesarchiv, Vaduz.

Der Band enthält sechzehn Beiträge der Tagung der Liechtensteinisch-Tschechischen Historikerkommission vom April 2013 in Prag.

 

Programm

 

Das Fürstentum Liechtenstein und die Tschechische Republik haben 2009 diplomatische Beziehungen aufgenommen und damit ihr seit 1918 und 1945 gestörtes Verhältnis normalisiert. Eine Liechtensteinisch-Tschechische Historikerkommission wurde 2010 von beiden Staaten gemeinsam berufen. Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Untersuchungen sollen zu einem besseren Verständnis der wechselvollen gegenseitigen Geschichte führen.

Die Familie Liechtenstein war nicht nur in Österreich seit Jahrhunderten präsent, sondern seit dem Spätmittelalter auch in Mähren und seit der frühen Neuzeit ebenso in Böhmen und in Schlesien. Seit drei Jahrhunderten regiert das Haus Liechtenstein zugleich das Fürstentum Liechtenstein am Rhein. Die Familie, reich an Besitztümern, an kultureller Wirksamkeit und an Einfluss am kaiserlichen Hof, erlebte Phasen kontinuierlichen Wirkens, aber ebenso abrupte Brüche. Letzteres gilt verstärkt für das 20. Jahrhundert, als der fürstliche Besitz in der Tschechoslowakei nach dem Ersten Weltkrieg durch die Bodenreform verkleinert und 1945 dann vollständig konfisziert wurde. Entsprechend rückte das Fürstentum zusehends ins Zentrum des Interesses des Fürstenhauses.

In Brünn/Brno erscheint das Buch auch in tschechischer Sprache.